An die BürgerStiftung Hamburg spenden:
08.08.2023

Gut besuchtes imPULS Gespräch am 4. Juli

 

Das Hamburger Schietwetter hatte sich für unsere Veranstaltung gerade rechtzeitig verzogen und im Schopenstehl 31 war die Bude voll. Mehr als 40 Gäste füllten unsere Lobby bis zum letzten Platz. Zunächst ging es bei unserem imPULS Gespräch „Wie geht es Hamburgs Kindern?“ um unsere Lageanalyse auf Basis von 147 ausgewerteten Projektberichten, die Julia Eplinius von der Bedarfsanalyse und Projektevaluation erläuterte.

Verlust von Sicherheit und Stabilität 

Unsere Projekte berichten, dass es vielen Kindern, Jugendlichen und Familien heute schlechter geht als vor wenigen Jahren. Kinder sorgen sich mehr um die Zukunft. Sie haben Angst vor Krieg, vor Naturkatastrophen und vor Armut. Außerdem haben sie nach der Corona-Isolation Probleme mit der Schule und im Umgang mit Gleichaltrigen. Doch nicht nur die Kinder, auch ihre Eltern sind belastet zum Beispiel durch Geldsorgen, Einsamkeit und schwierige Wohnverhältnisse. Das führt zu Spannungen in der Familie.

Wir fördern daher sowohl Projekte, die für Kinder da sind, als auch solche, die sich an Eltern richten. Im letzten Jahr haben wir 57.476 Menschen erreicht. 40.600 davon sind Kinder und Jugendliche.

Alle unsere 497 Förderprojekte eint, dass sie den Menschen immer wieder Erfolgserlebnisse und Momente von Zutrauen und Stärke geben. Die Projekte für Kinder und Jugendliche sind allesamt Gruppenprojekte, weil es eben auch die Gemeinschaft ist, die Kinder stark macht und ihnen hilft, Krisen zu überwinden. In unseren Projekten finden Hamburger:innen in schwierigen Lebenslagen verlässliche Ansprechpersonen.

Unsere Projekte stellen sich vor

Zwei Beispiele aus der Praxis machten das konkret: Swetlana Burghardt und Rima Frikha erzählten vom Einsatz der „Stadtteilmütter Lohbrügge“ für die Integration von eingewanderten Familien. Die Stadtteilmütter unterstützen belastete Familien in ihren Stadtteilen und setzen sich damit für ein gutes Aufwachsen Hamburger Kinder ein.

Unserer Erfahrung nach ist es für Mütter schwerer, in Deutschland anzukommen. Sie bleiben länger zu Hause wegen der Kinderbetreuung und können sich deshalb beruflich und sprachlich nicht weiterentwickeln. Wir holen diese Mütter aus der Isolation.

Swetlana Burghardt

Karin Plötz und Marvin Jobst berichteten vom Projekt „Fußball trifft Kultur“. Ihr Ziel ist es, Kinder und Jugendliche mit Förderbedarf über den Fußball zum Lernen motivieren. Durch die Kombination aus Fußball- und Kompetenztraining sowie kulturellen Aktivitäten werden vor allem sprachliche und soziale Fähigkeiten geschult und das Lernverhalten und das Selbstvertrauen der Teilnehmenden gefördert. Der offizielle Teil des Abends klang mit Austausch und Netzwerken, Fingerfood, Wasser und Wein langsam aus.