Diskutiert wird immer in der Demokratie. Das gehört dazu. Aber auch: Zuhören, andere Ernst nehmen, Kompromisse finden. Dann ist es ein Ringen um die klügste Idee, das treffendste Argument, den bestmöglichen Plan für die Zukunft. Das ist nicht leicht, das dauert oft lange. Und das muss man lernen. Demokratie ist nicht einfach so da. Es muss Orte geben, an denen man sie erfahren kann. Wo man sich trifft, debattiert und gemeinsam entscheidet. Wo man merkt: Mit Demokratie bin auch ich gemeint, ganz konkret. Das Problem, auch in Hamburg: Viele Menschen wenden sich ab und gehen zum Beispiel nicht zur Wahl. Weil sie sich nicht gemeint fühlen. Andere wenden sich Populisten zu. Es schwinden die Toleranz und Akzeptanz gegenüber Menschen, die anders denken, leben oder glauben. Dieser Entwicklung wollen wir uns entgegenstellen.
Deswegen wurde der Gemeinschaftsfonds „Demokratie stärken“ gegründet. Er unterstützt Projekte und Initiativen in Hamburg, die demokratische Kultur erlebbar und Lust auf Dialog und Mitbestimmung machen: Stadtteiltreffs etwa, Jugendclubs oder Initiativen, in denen man diskutiert und gemeinsam entscheidet. Weil es jetzt eine starke Zivilgesellschaft braucht, in der Menschen über Meinungs-, Religions- und Einkommensgrenzen hinweg wieder aufeinander zugehen und sich austauschen. Mit dabei sind neben der BürgerStiftung Hamburg, die den Gemeinschaftsfonds umsetzt: die Rudolf Augstein Stiftung, die Kurt und Maria Dohle Stiftung, die PETER MÖHRLE STIFTUNG, die Michael Otto Foundation for Sustainability, die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. sowie die FUNKE Mediengruppe und viele Einzelpersonen. Gemeinsam sammelten sie 160.000 Euro Startkapital für „Demokratie stärken“, und das aus gutem Grund:
Wir müssen alles dafür tun, dass die Menschen, besonders die enttäuschten, sich nicht in die Hände von Feinden der freiheitlichen Ordnung locken lassen. Demokratie beginnt vor der eigenen Haustür, in der Nachbarschaft – mitten im Leben.
Julia Becker, Aufsichtsratsvorsitzende der FUNKE Mediengruppe
Deswegen will der Gemeinschaftsfonds besonders die lokal engagierten Vereine und Institutionen der Bildungsarbeit stärken und ihre Stimme hörbarer machen. Der Fonds fördert Orte, an denen Dialog, Respekt und Gewaltfreiheit gelebt werden – Projekte also, die mehr Menschen in Hamburg das Gefühl geben: „Ich kann was verändern.“ Und das mit einem langen Atem: „Es braucht kontinuierliche Arbeit, um die Demokratie zu stärken“, sagt Rüdiger Ratsch-Heitmann, Geschäftsführer der BürgerStiftung Hamburg. „Nur so können wir verhindern, dass die Hamburger Stadtgesellschaft auseinanderdriftet und am Ende unser Zusammenhalt gefährdet ist“ – und damit die Grundlage für eine gelingende Zukunft.
Der Gemeinschaftsfonds „Demokratie stärken“ ist offen für alle, die spenden möchten. Das sind hoffentlich viele Menschen. Weil wir den großen Herausforderungen nur gemeinsam begegnen können und weil Hamburg ein lebenswerter Ort für alle bleiben soll. Demokratie bedeutet: sich zusammenzusetzen. Am Ende steht immer ein Kompromiss, ein gemeinsamer Weg. Damit das so bleibt, ist es an der Zeit zu handeln.
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