
Das Projektjahr startete mit einem Treffen im K3 – Zentrum für Choreografie, bei dem die beteiligten Lehrkräfte, die »Step by Step«-Choreograf:innen und das Projektmanagement zusammenkamen, um organisatorische und inhaltliche Grundlagen zu legen und zu besprechen. Für die Lehrkräfte gab es zudem eine praktische Bewegungseinheit – ein Vorgeschmack auf das, was die Schüler:innen im Laufe des Jahres wöchentlich erleben. Das Auftakttreffen ist zugleich der Beginn einer kontinuierlichen Prozessbegleitung: Regelmäßig kommen Lehrkräfte, Choreograf:innen und Projektmanagement während des Schuljahres zusammen, um sich auszutauschen, zu reflektieren und das Projekt gemeinsam weiterzuentwickeln.
Choreografin Meike Klapprodt eröffnete das Schuljahr: Mit der Videoperformance „Tanzgeschichten“ führte sie die Schüler:innen in die Welt des zeitgenössischen Tanzes ein. Die filmische Erzählung öffnete den Blick für unterschiedliche Bewegungsformen, Themen und Ausdrucksmöglichkeiten und bildete den künstlerischen Auftakt für die praktische Arbeit.
Über das gesamte erste Schulhalbjahr hinweg arbeiteten die Choreograf:innen von »Step by Step« einmal pro Woche mit den Schüler:innen an ihren Schulen. Gemeinsam wurden Bewegungen erforscht, choreografische Prinzipien ausprobiert und erste Bewegungsabläufe einstudiert. Immer wieder entstanden dabei kleine Präsentationsmomente: Manche Klassen zeigten sich gegenseitig ihre erarbeiteten Sequenzen, andere traten bei schulischen Veranstaltungen auf und gaben erste Einblicke in ihre tänzerische Arbeit. Diese kontinuierliche Praxis – vom Ausprobieren bis zum Präsentieren – ist das Fundament für ein wachsendes Verständnis von Tanz als Kunstform und stärkt die kreative Selbstwirksamkeit der Kinder.
Ein besonderer Höhepunkt des ersten Halbjahres war die Lecture Performance, die von den Choreograf:innen von »Step by Step« konzipiert, einstudiert und performt wurde. Rund 300 Schüler:innen nahmen daran teil. Im Zusammenspiel von Sprache und Bewegung wurde gezeigt, wie eine Choreografie entsteht. Die Kinder lernten drei grundlegende Schritte kennen: Bewegungssuche, Abfolge, Gestaltung. Gemeinsam wurde erforscht: Wie wirken sich Raum, Bewegungszeit und Bewegungsqualität auf die Performance aus? Gleichzeitig sahen die Schüler:innen ihre eigenen Choreograf:innen einmal auf der Bühne in Aktion. Die Lecture Performance verband Theorie und Praxis und bereitete die Schüler:innen auf die nächste Phase des Projekts vor.
Mit der Lecture Performance endet das erste, intensiv probenreiche Halbjahr – und gleichzeitig beginnt eine neue, aufregende Etappe im Projektjahr von »Step by Step«: die Exkursionen in Hamburgs Tanz und Theaterlandschaft.
In den kommenden Wochen verlassen die Klassen ihren vertrauten Probenraum und besuchen Ausbildungsstätten, Probenstudios und Bühnen, die den professionellen Tanz prägen. Sie begegnen Tänzer:innen, Pädagog:innen und Auszubildenden, erleben Tanz dort, wo täglich trainiert wird, und sammeln Eindrücke, die ihre eigene künstlerische Arbeit inspirieren. So führt »Step by Step« die Schüler:innen Schritt für Schritt aus dem Schulalltag raus in die Welt des Tanzes – und legt den Grundstein für die kreative Weiterarbeit bis zur großen Abschlusspräsentation im Ernst Deutsch Theater.